Wie können Unternehmen Science-based Targets umsetzen?

Science-based Targets (SBTs), auf Deutsch wissenschaftsbasierte Ziele, sind spezifische Zielvorgaben zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen eines Unternehmens, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren und dazu beitragen sollen, den globalen Klimawandel einzudämmen. Diese Ziele sind so konzipiert, dass sie im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen stehen, insbesondere mit dem Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, um sie auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
Was ist nachhaltiges Personalmanagement in der Praxis?

Nachhaltiges Personalmanagement als Konzept bezieht sich auf die Integration von ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitsprinzipien in alle Aspekte des HR-Managements (HRM). Das so genannte „Green HRM“ zielt darauf ab, nicht nur die traditionellen HR-Funktionen wie Recruiting, Mitarbeiterentwicklung und Leistungsmanagement zu optimieren, sondern auch sicherzustellen, dass diese Aktivitäten im Einklang mit den langfristigen Zielen der Nachhaltigkeit stehen. Dies bedeutet, dass Unternehmen nicht nur ihre Mitarbeiter unterstützen und entwickeln, sondern auch sicherstellen müssen, dass ihre Arbeitspraktiken und -politiken so gestaltet sind, dass sie positive Auswirkungen auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Wirtschaft haben.
Was bedeutet Mitarbeiterpartizipation für Unternehmen?

Mitarbeiterpartizipation bezieht sich auf die Einbeziehung von Mitarbeitern in Entscheidungsprozesse, Strukturen und Abläufe innerhalb eines Unternehmens. Es geht darum, den Mitarbeitern eine aktive Rolle in der Gestaltung ihres Arbeitsumfelds zu ermöglichen und sie am Unternehmensgeschehen teilhaben zu lassen. Dies kann verschiedene Formen annehmen, von der Einbeziehung in strategische Entscheidungen bis hin zur Gestaltung des Arbeitsalltags und der Unternehmenskultur.
Whistleblowing – Welche Rolle spielt es für Unternehmen?

Whistleblowing bezieht sich auf den Akt, Informationen über illegale, unethische oder gefährliche Aktivitäten innerhalb einer Organisation oder Institution öffentlich zu machen. Ein Whistleblower ist eine Person, die solche Informationen preisgibt, oft aus moralischen oder ethischen Gründen oder um das öffentliche Interesse zu schützen.
Whistleblowing kann sowohl intern (innerhalb der Organisation) als auch extern (an Regierungsbehörden, Medien oder Non-Profit-Organisationen) erfolgen. Es kann jedoch auch Risiken für den Whistleblower mit sich bringen, wie etwa die Möglichkeit von Vergeltungsmaßnahmen durch die Organisation, einschließlich Kündigung, Abmahnung oder soziale Stigmatisierung.
Die Bedeutung von Whistleblowing hat in den letzten Jahren zugenommen, da es als ein wesentliches Instrument zur Förderung von Transparenz, Rechenschaftspflicht und Ethik in Organisationen betrachtet wird.
Corporate Social Responsibility im Unternehmen

Corporate Social Responsibility bezieht sich auf die Selbstverpflichtung von Unternehmen, über die gesetzlichen Anforderungen hinaus verantwortungsvoll gegenüber der Gesellschaft und Umwelt gemäß international anerkannter Referenzdokument (z.B. OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen) zu handeln.
Diese Verantwortung erstreckt sich auf verschiedene Bereiche, einschließlich ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und ethischer Unternehmensführung. CSR umfasst somit freiwillige Aktivitäten, die dazu beitragen, soziale und ökologische Probleme zu adressieren. Dabei geht es nicht nur um philanthropische Tätigkeiten, sondern auch um die Integration nachhaltiger Praktiken in die Kerngeschäftsstrategien und -operationen eines Unternehmens.
Was sind die Vorteile einer B Corp-Zertifizierung?

Eine B Corp-Zertifizierung wird von der Non-Profit-Organisation B Lab vergeben und kennzeichnet Unternehmen, die sich verpflichten, soziale und Umweltstandards zu erfüllen. Das B steht für “Benefit for all” und zeichnet Unternehmen aus, die freiwillig Standards für Nachhaltigkeit, Transparenz und Verantwortung einhalten.
Wie hängen ESG-Ziele und Vorstandsvergütung zusammen?

In der heutigen Wirtschaftswelt sind Unternehmen zunehmend damit konfrontiert, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in ihre Geschäftspraktiken zu integrieren. ESG-Kriterien umfassen Umweltfaktoren (Environmental), soziale Aspekte (Social) und Aspekte der Unternehmensführung (Governance). Diese Kriterien werden zunehmend als entscheidende Bewertungskriterien für die langfristige finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens betrachtet.
Eine der zentralen Fragen, die sich im Zusammenhang mit ESG-Kriterien ergibt, betrifft die Vergütung von Vorstandsmitgliedern. Die Vorstandsvergütung ist ein wesentlicher Bestandteil der Governance-Struktur eines Unternehmens und hat direkten Einfluss auf das Verhalten der Führungskräfte. Mithilfe eines ESG-Bonus können relevante Nachhaltigkeitsziele unmittelbar mit der Vorstandsvergütung verknüpft werden.
Warum ist Corporate Citizenship wichtig?

Corporate Citizenship bezeichnet das ethische und verantwortungsbewusste Verhalten von Unternehmen gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt, das über gesetzliche Anforderungen hinausgeht. Es umfasst die Integration von sozialen, ökologischen und ökonomischen Belangen in die Unternehmensstrategie sowie die aktive Beteiligung an der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen.
Corporate Citizenship beinhaltet die Förderung von sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz, Bildung und Vielfalt. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht nur nach Gewinnmaximierung handeln, sondern auch zum Gemeinwohl beitragen.
Das Ziel des Stakeholder Managements besteht darin, die Erwartungen und Bedürfnisse der Stakeholder zu verstehen, angemessen auf sie zu reagieren und eine positive Beziehung zu ihnen aufzubauen.
Gender Pay Gap in Deutschland: Wie groß ist die Lohnlücke?

Der Gender Pay Gap bezeichnet die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Damit ist die Differenz im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten gemeint.
Diese Diskrepanz wird üblicherweise in Prozent ausgedrückt und zeigt, wie viel weniger Frauen im Durchschnitt verdienen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Der Gender Pay Gap resultiert aus einer Vielzahl von Faktoren, darunter strukturelle Ungleichheiten, geschlechtsspezifische Diskriminierung, Unterschiede in Berufswahl und Karrieremöglichkeiten, sowie unbezahlte Arbeit, wie etwa Hausarbeit und Kinderbetreuung, die häufiger von Frauen übernommen wird. Die Schließung des Gender Pay Gaps ist ein zentrales Ziel für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Entgeltgleichheit in der Arbeitswelt.
Hierzu zählen insbesondere das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) sowie die Erweiterung der Berichtspflichten gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Diese Änderungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Geschäftspraktiken und die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen.
Welche Rolle spielt ESG in Österreich?

ESG (Environmental, Social, Governance) spielt eine zunehmend wichtige Rolle in Österreich, sowohl auf Unternehmensebene als auch auf regulatorischer Ebene. Die regulatorischen Rahmenbedingungen werden durch EU-Richtlinien wie die CSRD, die EU-Taxonomie-Verordnung und die NFRD beeinflusst und müssen entsprechend national umgesetzt werden.