Nichtfinanzielle Berichtserstattung

Seit 2017 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungen in der EU nicht nur finanzielle Kennzahlen in ihren Geschäftsberichten transparent machen, sondern auch eine nichtfinanzielle Berichterstattung ergänzen. Ab demnächst betrifft dies auch kleinere Unternehmen. Doch was gehört zur nichtfinanziellen Berichterstattung, wer ist verpflichtet und wie entwickelt sich die nichtfinanzielle Berichterstattung?
Lieferkettengesetz

In Indonesien nähen Kinder nächtelang im Halbdunkel Schuhteile zusammen. In Bangladesch stürzt eine Textilfabrik ein. In Brasilien bricht ein vom TÜV Süd zertifizierter Damm und reist 272 Menschen in den Tod. Das sind nur drei Beispiele von vielen, die deutlich machen: Der Profit europäischer Unternehmen ist oft mit gefährlichen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit oder auch der Zerstörung des Regenwaldes verbunden.
Deutschland und jetzt auch die EU verpflichten sich künftig, Menschenrechte zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung auch global zu fördern. Das Deutsche Lieferkettengesetz und der im Februar 2022 vorgelegte Entwurf für ein übergreifendes EU-Lieferkettengesetz definieren die Standards zur Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette, vom Rohstoff bis zum fertigen Verkaufsprodukt. Doch was bedeuten diese Gesetze für deutsche Unternehmen? Und worin liegen die Unterschiede?
Nachhaltigkeitsberichte in Deutschland

Im Zuge globaler Herausforderungen – allen voran der Klimakrise – rückt ein Aspekt ins Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit: Nachhaltiges Wirtschaften. Unternehmen müssen Klima- und Naturschutz ebenso berücksichtigen wie umweltgerechten und fairen Handel und soziales Engagement. Dabei sollen Nachhaltigkeitsberichte transparent kommunizieren, wie es um das Thema Nachhaltigkeit in einem Unternehmen wirklich steht.