GRESB – ESG-Benchmark für die Immobilienwirtschaft

Inhaltsverzeichnis

Was ist GRESB und warum ist es wichtig?

Das GRESB-Rating ist ein international anerkanntes Bewertungs- und Benchmarking-System für Nachhaltigkeit, speziell in der Immobilienwirtschaft. Es wurde 2009 von Investoren und Immobilienfond-Inhabern initiiert und bewertet jährlich tausende von Unternehmen und Immobilienportfolios in den Kategorien Management, Performance und Development.

Für das Rating werden ESG-Daten (Environment, Social, Governance) gesammelt, validiert und bewertet. Das Ziel: Unabhängige, veröffentlichte Benchmark-Ergebnisse, die auf einer strengen, konsistenten Methodik basieren, damit Anleger und Manager z. B. die ESG-Leistung eines bestimmten Fonds beurteilen können.

GRESB stellt verwertbare Erkenntnisse, ESG-Daten und Benchmarks für die Finanzmärkte bereit. Dadurch ermöglicht es der Immobilien-Investmentbranche, eine bedeutende Rolle bei der Förderung einer nachhaltigen Welt einzunehmen. Im Vergleich zu anderen ESG-Ratings ist GRESB spezifischer auf die Branche zugeschnitten.

Die Bewertung umfasst zahlreiche ESG-Kriterien, bzw. GRESB-Kriterien, z. B. Energie- und Wasserverbrauch, Treibhausgasemissionen, soziale Auswirkungen auf die Gemeinschaft, Mitarbeitermanagement und Corporate Governance. Je höher die Bewertung im GRESB-Rating ist, umso nachhaltiger ist das Unternehmen oder der Fonds aufgestellt. Die Folge: Investoren sehen in der guten Bewertung einen Indikator für langfristige, stabile Renditen.

Allerdings ist der Aufwand für ein gutes GRESB-Rating relativ hoch und meist mit Zeitdruck verbunden – der GRESB Report-Zeitraum liegt begrenzt zwischen dem 01. April und 01. Juli eines Jahres. Und das Scoring ist auch kein Freibrief: Es deckt nie alle Aspekte der Nachhaltigkeit ab. Unternehmen und Fonds sollten ihre Nachhaltigkeitsleistung deshalb weiter verbessern und sich nicht ausschließlich auf das GRESB-Rating verlassen.

Zusammensetzung des GRESB Score

Welche Auswirkungen hat die GRESB-Bewertung auf die Immobilienbranche?

Die internationale GRESB-Bewertung hat bedeutende Auswirkungen auf die Immobilienbranche. Denn Unternehmen und Fonds, die ihre Nachhaltigkeitsleistung verbessern, profitieren nicht nur von der steigenden Bedeutung der GRESB-Bewertung. Sie können auch Schwachstellen in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie identifizieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, die sie in ihrem ESG-Reporting kommunizieren und sich so von Wettbewerbern differenzieren.

Die GRESB-Bewertung fördert neben der Transparenz auch die Innovationsbereitschaft in der Immobilienbranche. So können neue Technologien und Geschäftsmodelle entstehen, die die Nachhaltigkeit fördern.

Als „Lohn“ für ihre Nachhaltigkeitsbemühungen erhalten Unternehmen und Fonds die begehrte Auszeichnung Green Star, sobald sie ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit, also Stufe 1 von 5 erreicht haben. Allerdings gilt dieses Ergebnis nur bis zur nächsten jährlichen Bewertung. Darin besteht der größte Unterschied zu Zertifizierungssystemen am Markt.

Über sogenannte Score Cards erfahren die GRESB-Teilnehmer, wie sie prozentual verglichen zu ihren Wettbewerbern abschneiden. Diese Score Cards eignen sich bestens für die interne und vor allem externe Kommunikation der aktuellen Nachhaltigkeitsperformance.

Wie können Unternehmen ihre ESG-Performance verbessern, um eine bessere Bewertung von GRESB zu erhalten?

Das alles erhöht die Chancen auf eine bessere Bewertung im GRESB Rating, das sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr ausdifferenziert hat. Es ist heute der am weitesten verbreiteten ESG-Scoring-Standard in Europa.

Dr. Anja Konhäuser
Partner & Co-Founder

Sprechen Sie mit unseren Nachhaltigkeitsexperten für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Entdecken Sie unser ESG-Angebot für Ihr Unternehmen

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch!

Contact us for a no-obligation initial consultation!

ESG-Factsheets – kompakt und kostenlos

Laden Sie sich jetzt unsere kostenlose Factsheets zur EUDR, VSME und Treibhausgasbilanzierung herunter.